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Moringa - Baum des Lebens

 

 

Vor ungefähr 5 Jahren bin ich durch einen Bericht im Fernsehen über diese sogenannte Wunderpflanze gestolpert. Durch weitere Informationen im Internet und in Büchern wurde ich neugierig.

Die Berichte ihrer Wirkung sowie auch die Verwendung jedes einzelnen Teils dieser Pflanze sind schon sehr interessant und ich habe mich ausführlich mit Herkunft und Verwendung im Alltag beschäftigt.

In den vergangenen Jahren haben sogenannte Superfoods wie Goji-Beeren oder Chiasamen durch ihren hohen Nährstoffgehalt, vor allem bei Ernährungsbewussten, für Begeisterung gesorgt. Moringa Oleifera jedoch übertrifft diese Pflanzen um ein Vielfaches, denn dieser „Wunderbaum“ oder auch „Baum des Lebens“ gilt als nährstoffreichste Pflanze der Welt. 

Die ursprünglich aus der Himalaya-Region im Nordwesten Indiens stammende Pflanze wird heute in den Tropen und Subtropen in Afrika, Asien sowie in Südamerika angebaut und dient als vielfältig verwendbares Nahrungs- und Heilmittel. In Deutschland ist Moringa Oleifera aufgrund des brennenden und stechenden Geruchs seiner Wurzeln auch als „Meerrettichbaum“ bekannt. Dieser Name stammt von den englischen Kolonialherren in Indien, die Moringa als Meerrettichersatz nutzten.

 

DIE GEBALLTE HEILKRAFT DER NATUR

 

Den eigentlichen Nutzen dieses Baumes bilden die rund 90 für den menschlichen Körper wichtigen Nährstoffe, die sich praktisch in allen Teilen der Pflanze wiederfinden.

Dies sind insbesondere wertvolle Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe sowie 18 von 20 bekannten essenziellen und nicht-essenziellen Aminosäuren. Hierbei sind die essentiellen Aminosäuren, welche nicht vom Körper selbst hergestellt werden können und darum mit der Nahrung aufgenommen werden müssen, allesamt in Moringa Oleifera nachweisbar.

Auch die Menge an Vitaminen und Mineralstoffen übertreffen die anderer Pflanzen um ein Vielfaches: so ist in Moringa nachweislich sieben Mal mehr Vitamin C enthalten als in Orangen und zum Beispiel 17 Mal so viel Kalzium wie in Milch.

Daneben ist Moringa Oleifera für ihren außergewöhnlich hohen ORAC-Wert bekannt (50.000 µmol TE/100 g). ORAC (Oxygen Radical Absorbance Capacity)

Dieser zeigt an, dass die Pflanze besonders viele freie Radikale neutralisieren kann und somit über sehr gute antioxidative Eigenschaften verfügt.

Die Inhaltsstoffe sind zudem von Natur aus in einem optimalen Verhältnis zusammengesetzt, sodass sie vom Körper leicht aufgenommen werden können und sich in ihrer Wirkungsweise gegenseitig begünstigen.

 

 

DIE BLÄTTER DES WUNDERBAUMS MORINGA OLEIFERA

Die meisten Nähr- und Vitalstoffe stecken in den Blättern von Moringa Oleifera. Sie können ähnlich wie Spinat als Gemüse zubereitet oder zu einem Saft ausgepresst werden. Nach thailändischer Tradition werden die jungen Zweige gar blanchiert und zu einer Suppe serviert.

Eine Weiterverarbeitung zu Pulver und Kapseln ist außerdem üblich, um die wertvollen Inhaltsstoffe zu konservieren und zu konzentrieren. Das lohnt sich, denn die Blätter enthalten einen besonders hohen Anteil an Vitamin A, B und C sowie Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium, Natrium, Kalium, und Eisen. 

So kann ein Tee, der traditionell aus den Blättern des Meerrettichbaums bereitet wird, zum Beispiel zur Vorbeugung von Erkrankungen eingesetzt werden und zur Stärkung des Immunsystems beitragen. Auch äußerlich lassen sich die Blätter bei Hautirritationen anwenden, da die Inhaltsstoffe entzündungshemmend wirken.

·      Essentielle Aminosäuren (u.a. Arginin und Histidin, wichtig für Zellentwicklung und Zellschutz)

·      Vitamin A (fördert das Sehvermögen)

·      Vitamin C (stärkt das Immunsystem)

·      Kalzium (maßgeblich für Zähne und Knochen)

·      Magnesium (unterstützt die Durchblutung)

·      Kalium (unterstützt den Stoffwechsel)

·      Eisen (wirkt positiv auf den Sauerstoffhaushalt von Blut und Zellen)

·      Zink (fördert die Wundheilung bei Entzündungen)

·      Omega-3-Fettsäuren (fördert die Gehirnfunktion)

·      Zeatin (Botenstoff für den ausgewogenen Nährstoffhaushalt im Körper)

 

 

GESUNDE UND NÜTZLICHE SPEZIALEFFEKTE VON MORINGA-BESTANDTEILEN

Neben den Blättern können auch die Samen, Schoten, Blüten und Wurzeln zu Nahrungs- und Heilmitteln verarbeitet werden.

Die besondere Eigenschaft der Moringa-Samen ist ihre wasserreinigende Wirkung. Gibt man die zerriebenen Samen in verschmutztes Wasser, binden sie darin enthaltene Bakterien und Partikel, sodass sauberes Trinkwasser zurückbleibt.

Die Samen werden jedoch auch zu Öl verarbeitet, welches als Speiseöl, aber auch als Grundlage für Kosmetika oder Treibstoff dient.

Die Schoten der Moringa Oleifera werden ähnlich wie Bohnen in der Küche verwendet und verfeinern zum Beispiel Currys. Die Blüten, die Wurzeln sowie der Stamm werden in der Volksmedizin bei der Behandlung von Tumoren eingesetzt.

 

MORINGA – EIN VITALSTOFF FÜR JUNG UND ALT

Die Einsatzgebiete von Moringa-Oleifera sind vielfältig:

Neben der Linderung von alltäglichen Leiden wie Kopfschmerzen und Herz-Kreislauf-Beschwerden kann die Pflanze beispielsweise auch bei Mangelernährung, Entzündungen, Durchfall und Fieber eingesetzt werden. Laut den Angaben des Gesundheitsinstituts Deutschland ist die Einnahme von Moringa aufgrund ihrer positiven Eigenschaften für bestimmte Personengruppen besonders empfehlenswert. Schwangere sorgen damit für eine gesunde Entwicklung ihres Kindes. Die für das Wachstum wichtigen Aminosäuren können sich auch auf ältere Kinder vorteilhaft auswirken. Im Gegenzug sorgen die Wirkstoffe von Moringa Oleifera auch für Fitness und Vitalität im Alter. Darüber hinaus können Sportler durch die Einnahme von Moringa ihre Leistungsfähigkeit steigern.

 

 

 

Aus meinem Alltag ist Moringa nicht mehr wegzudenken. Bereits nach einigen Wochen der Einnahme konnte ich Leistungssteigerungen beim Sport bemerken, aber auch die alljährlichen Nasennebenhöhlenentzündungen und auch sonstige grippale Infekte wurden weniger.

Für mich hat sich die Einnahme der Kapseln bewährt, denn gemahlen über das Essen bekommt alles eine Grünfärbung, was nicht immer appetitlich aussieht, da das Auge ja bekanntlich immer mitisst. Auch Moringa-Presslinge sind im Handel erhältlich, aber mir persönlich aufgrund der Größe nicht so angenehm beim Schlucken, wie die Kapseln.

Das Moringaöl eignet sich auch hervorragend zur äußeren Anwendung in der kalten Jahreszeit oder auch bei trockener und empfindlicher Haut. Es zieht relativ schnell ein und schützt, ohne Hautirritationen hervorzurufen. Natürlich schadet auch ein Teelöffel des Öls zur inneren Anwendung nicht, z. B. über den Salat.

DER BAUM DES LEBENS

Moringa Oleifera ist ein gutes Beispiel für eine einfach anzubauende Pflanze, die einen sehr hohen – wenn nicht den höchsten – Nährstoffgehalt aufweist. 

Darauf machte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) im September 2014 aufmerksam. Ihr erstaunliches Wachstum von bis zu acht Metern im ersten Jahr macht sie schnell verfügbar und vor allem in den ärmeren Regionen der Erde zu einem erschwinglichen Heil- und Nahrungsmittel. Auch hierbei wird sie ihrem Beinamen „Baum des Lebens“ gerecht. 

 

 

 

 

Quellen:

Fotos: pixabay; Happy-Flow

Literatur:

Krebstherapie Infoseite: www.biologischekrebstherapie.net

www.gesundheitsinstitut-deutschland.de/

Dr. Günter Harnisch: Moringa Oleifera: Die heilsame Kraft des ayurvedischen Wunderbaums

Melanie Wenzel: Moringa- Gesund und schön mit dem Nährstoffwunder

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