Ketogene Diät

Die ketogene Ernährung ist eine Extremform des LCHF.

 

Die Kohlenhydrate werden hier auf ein Minimum heruntergefahren, so wird der Fettstoffwechsel statt des Glukosestoffwechsels aktiviert.

 

Wer gut adaptiert ist, kann dann in Hungerphasen vom einen in den anderen Stoffwechsel switchen (metabolische Flexibilität) und wird immer gut mit Energie versorgt sein, sodass es  zu keinen Ermüdungserscheinungen kommt.

Der Blutzucker ist stabil und unterliegt keinen starken Schwankungen, was mittlerweile auch Diabetiker aber auch Leistungssportler, wie Radrennfahrer oder Triathleten zu nutzen wissen.

 

Eine richtig angewandte ketogene Ernährung kann bedenkenlos auch über Jahre hinweg durchgeführt werden. 

Sie ist keine Diät, sondern kann richtig angewendet ein kraftvolles, therapeutisches Mittel sein zur Bekämpfung diverser Krankheiten.

 

Laut Dr. Jason Fung* sollte eine richtig eingesetzte / angewandte LCHF-Ernährung vor allem reich an gesunden Fetten sein und nicht an Protein. Fett beeinflusst nämlich nicht den Insulinspiegel und beugt somit auch einer Hyperinsulinämie (hoher Insulinspiegel im Blut) vor. 

Der Unterschied besteht  hier im Stoffwechselprozess. Ein Zuviel an Protein stimuliert die Insulinausschüttung. Nach der HOT-Theorie ist es also möglich Adipositas durch ein Zuviel an Protein zu entwickeln.

 

Bei Fett ist dies anders. Es kann nur als Nahrungsfett gespeichert werden oder zur Energienutzung verwendet werden.

Insulin ist nur bei der Verbrennung von Glukose notwendig. Beim Fettstoffwechsel jedoch ist die Leber nicht beteiligt.

Das Insulin verursacht eine Zunahme. Es wird auch als Wachstumshormon bezeichnet.

 

Nach dem Genuss eines BPC (Bullet Proof Coffee) z.B. wird kein Insulin ausgeschüttet. Das Niveau bleibt konstant. Der Körper verbrennt nur Fett. 

Eine LowCarb-Ernährung mit Genuss von zu viel Protein (Eiweißdrinks oder –riegel) unterbindet eine Fettverbrennung, da der Körper das überschüssige Protein zu Glukose umwandelt und in Leber und Muskelfasern speichert.

Ist dort kein Platz mehr (max. 350 bis 400 g Speicherkapazität), so wird es umgewandelt und als Speicherfett „gebunkert“.

 

Fazit:

Reduzierung von Kohlenhydraten und moderater Zufuhr (je nach Aktivität und Gewicht) von Protein mit reichlich (gesundem) Fett.

 

Die Reduzierung / der Zugang des Körperfettes ist schwieriger, die Speicherkapazität aber quasi unendlich.

Solange in Leber und Muskeln genug Glukose vorhanden ist, wird der Körper nicht auf den Fettstoffwechsel switchen und weiterhin den Zuckerstoffwechsel nutzen.

Zu erst wird immer die Glukose aufgebraucht bis die Speicher komplett leer sind. Erst dann (evtl. erst nach 24-48 Stunden fasten) greift der Körper dann auf andere Energiespeicher zurück. 

 

Eine Reduzierung des Gewichtes / der Fettdepots wird schwieriger, wenn eine Person bereits länger an Übergewicht leidet und zwischenzeitlich eine ausgeprägte Insulinresistenz gebildet hat. Hier verschließt ein konstant hoher Insulinspiegel quasi den Zugang zu den Zellen.

Bei einem Kind ist dies noch einfacher, da meist die Insulinresistenz noch nicht so ausgeprägt und in den meisten Fällen umkehrbar ist.

 

 

* Dr. Jason Fung hat an der Universität Toronto Medizin studiert und sich den der Universität von Kalifornien in Los Angeles auf Nierenheilkunde spezialisiert. In Toronto hat er das Intensive Dietary Management Program gegründet, welches Patienten mit Typ-II-Diabetes und Übergewicht einzigartige Behandlungsmöglichkeiten bietet, worüber er bereits einige sehr bemerkenswerte Bücher geschrieben hat.